Innenausbau

Ofenbau

Der Ofen ist das Herzstück einer mexikanischen Küche – und auch in diesem Projekt stand er sowohl technisch als auch planerisch im Mittelpunkt. Der grobe Entwurf entstand schon während der Planungszeit in München. Die tatsächliche Funktionsweise einer estufa ahorradora de leña (Holzsparofen) wurde erst vor Ort von der NGO CAMPO und den Gemeindemitgliedern erklärt. Mit ihrer Hilfe und der Unterstützung von Experten, die sich mit dem Bau dieser speziellen Öfen auskennen, wurde die Gestalt des Ofens angepasst, definiert und auch umgesetzt.

Der nach traditioneller Art mit Holz befeuerte Ofen hat zwei Feuerstellen, kann aber damit bis zu vier Töpfe erhitzen. Unter den großen Topflöchern sitzen die zwei Feuerstellen, die jeweils einen direkten Eingang zum Luftansog und zur Holzzufuhr haben. Auf der vorgesetzten Ablagefläche liegen das nachzuschiebende Holz oder Zutaten zum Kochen. Ein kleiner Topf wird nur noch durch die vom Feuer erhitzte Luft der ersten Feuerstelle bedient. Durch die volcános (niedrige Lehmhügelchen) hinter den kleinen Topflöchern im Inneren des Ofens wird die Luftzirkulation automatisch Richtung Kamin gelenkt.

Das Know-how der Nutzer trug dazu bei, dass der Ofen mit typisch mexikanischen Küchengeräten bestückt wurde: ein comal (Röstplatte aus Ton, bei der Nachbarin gekauft) für das Zubereiten von Tortillas und Memelas sitzt über dem großen Topfloch der ersten Feuerstelle. Auf einem niedrigen Podest steht der metate(Mahlstein) zum Reiben von Mais, Kräutern und Gewürzen. Ein Eisenring über dem anderen großen Loch der zweiten Feuerstelle ermöglicht es, auch kleinere und große Töpfe direkt über das Feuer zu stellen.

 

Janina Schuldt

Planunterlagen

625_K_dt_I_oven - A2

Detail Ofen

 

615_K_dt_I kitchen formwork lower counter_A1

Detail Schalung Niedrige Arbeitsplatte

 

614_K_dt-I Lower Counter_A1

Detail Niedrige Arbeitsplatte

 

611_K_dt_I kitchen formwork counter sink_A1

Detail Schalung Arbeitsplatte mit Spüle

 

610_K_dt-I Counter Sink_A1

Detail Arbeitsplatte mit Spüle

 

607_K_dt_I kitchen formwork front counter_A1

Detail Schalung Arbeitsplatte

 

606_K_dt-I Front Counter_A1

Detail Arbeitsplatte

 

602_K_dt-I Building Instructions Interior Door_A0

Bauplan Tür Lagerraum

 

601_K_dt-I Interior Door_A1

Detail Tür Lagerraum

 

620_K_dt_I_shelf a_2 - A2

Detail Regal

 

619_K_dt_I_shelf a_1 - A2

Detail Regal

 

618_K_dt_I_shelf b_2 - A2

Detail Regal

 

617_K_dt_I_shelf b_1 - A2

Detail Regal

 

421_K_gr Kitchen water plan_A2_FARBE

Leitungsplan Küche


Ofenbau

Der Ofen ist das Herzstück einer mexikanischen Küche – und auch in diesem Projekt stand er sowohl technisch als auch planerisch im Mittelpunkt. Der grobe Entwurf entstand schon während der Planungszeit in München. Die tatsächliche Funktionsweise einer estufa ahorradora de leña (Holzsparofen) wurde erst vor Ort von der NGO CAMPO und den Gemeindemitgliedern erklärt. Mit ihrer Hilfe und der Unterstützung von Experten, die sich mit dem Bau dieser speziellen Öfen auskennen, wurde die Gestalt des Ofens angepasst, definiert und auch umgesetzt.

Der nach traditioneller Art mit Holz befeuerte Ofen hat zwei Feuerstellen, kann aber damit bis zu vier Töpfe erhitzen. Unter den großen Topflöchern sitzen die zwei Feuerstellen, die jeweils einen direkten Eingang zum Luftansog und zur Holzzufuhr haben. Auf der vorgesetzten Ablagefläche liegen das nachzuschiebende Holz oder Zutaten zum Kochen. Ein kleiner Topf wird nur noch durch die vom Feuer erhitzte Luft der ersten Feuerstelle bedient. Durch die volcános (niedrige Lehmhügelchen) hinter den kleinen Topflöchern im Inneren des Ofens wird die Luftzirkulation automatisch Richtung Kamin gelenkt.

Das Know-how der Nutzer trug dazu bei, dass der Ofen mit typisch mexikanischen Küchengeräten bestückt wurde: ein comal (Röstplatte aus Ton, bei der Nachbarin gekauft) für das Zubereiten von Tortillas und Memelas sitzt über dem großen Topfloch der ersten Feuerstelle. Auf einem niedrigen Podest steht der metate(Mahlstein) zum Reiben von Mais, Kräutern und Gewürzen. Ein Eisenring über dem anderen großen Loch der zweiten Feuerstelle ermöglicht es, auch kleinere und große Töpfe direkt über das Feuer zu stellen.

 

Janina Schuldt


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