Vorentwurf

Was hätte sein könnenDie Entwicklungsphasen

Das Semester begann mit einer Reihe von Referaten. Als Erstes sollte sich die Gruppe Studierender mit den entwerferischen Grundlagen für das Bauen in einem fremden soziokulturellen Kontext und einer fremden Klimazone auseinandersetzen. Auch das erdbebengerechte Bauen mit Materialien wie Lehm und Holz spielte dabei eine zentrale Rolle. Ziel war es, den Wünschen und Vorstellungen der Gemeinde Santa Catrina Quiané gerecht zu werden und eine Architektur zu schaffen, die letztendlich auch genutzt würde. In der Entwurfsphase selbst wurden die Studierenden in vier Gruppen aufgeteilt. Entsprechend eines Raumprogramms, das die Wünsche der Gemeinde widerspiegelte, legten die Gruppen ihre Entwurfsvorschläge vor. Die erste von zwei Jurys wählte drei Konzepte aus, die weiterbearbeitet werden sollten. Dabei sollten die jeweiligen Stärken ausgearbeitet werden,ohne die Ideenvielfalt zur finalen Entwurfsfindung zu schmälern. Trotz der unterschiedlichenSchwerpunkte der jeweiligen Überarbeitungen, zeichneten sich doch Gemeinsamkeiten ab. Daraus ließ sich ein konzeptuelles Leitmotiv ableiten, das wiederum auf den finalen Entwurf Einfluss hatte. So ist auch der Entwurf, der schließlich realisiert wurde, nicht das Ergebnis eines gewonnenen Wettbewerbs, sondern ein gemeinsam entwickeltes Konzept, welches alle Stärken einer intensiven Gruppenarbeit enthält.

Andreas Sedlmeir

 

Was sein wird – Das Bauvorhaben

Der Entwurf für die zweite Bauphase des Zentrums für Kultur und Ökologie in Santa Catarina Quiané, Mexiko, schließt an die Bauten an, die in der ersten Phase im Frühjahr 2019 errichtet worden war. Gebaut werden sollten eine weitere, aber etwas größere Aula, eine Gemeinschaftsküche und eine Erweiterung der bereits bestehenden Galerie. Die neuen Bauten stehen in derselben Flucht wie die bereits existierenden, sodass sie auf demselben Raster durchgeplant werden können. Auch in der Dachform und Materialwahl orientieren sich die beiden neuen Gebäude am Bestand und bilden so ein geschlossenes Ensemble. Bis auf einen schmalen Lagerraum, welcher die Rückseite bildet, präsentiert sich die neue Aula ohne Seitenwände und öffnet dadurch den Raum zwischen Küche und Bestand. Außerdem werden so zu enge, schlecht nutzbare Räume zwischen den Gebäuden vermieden,und es bilden sich keine unkontrollierbaren Restflächen. Aber vor allem erlaubt die offene Bauweise das Musizieren und Tanzen im Freien, ohne sich dabei zu große Gedanken um das Wetter machen zu müssen. Das besondere Merkmal der Küche ist die Lamellenfassade, die dadurch ein zugleich geschlossener und offener Raum ist. Die aufklappbaren shutter (Öffnungsflügel) ermöglichen es den Frauen, beim Kochen ihre Kinder im Blick zu haben; zugleich sorgen sie für genügend Licht, Schatten und frische Luft. Durch ihre Größe bietet die neue Küche ausreichend Platz,um mit vielen für viele Menschen zu kochen. Die Wände des Lagerraums sind mit ungebrannten adobes (Lehmziegeln) ausgemauert und mit einer doppelflügeligen Holztür schädlingsdicht verschlossen. Die Galerie ist genauso ausgeführt wie in der letzten Bauphase und verbindet alle vier Gebäude miteinander.

Andreas Sedlmeir

Group 1_Jury 2_Kitchen
Group 4_Jury 2_Masterplan
Group 3_Jury 2_Aula_red

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